Das Material

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Das Material 2018-04-26T14:38:16+00:00

Surfbrett

Das Sportgerät besteht aus einem stromlinienförmigen Schwimmkörper, dem Surfbrett, dessen Volumen sich nach dem Können und Gewicht des Sportlers richtet. Da kleinere Bretter weniger kippstabil, voluminösere dagegen weniger wendig sind, liegt das Volumen der Surfbretter meist zwischen 65 und etwa 150 Litern und wird je nach Einsatzzweck ausgewählt. Die Brettlänge liegt dabei zwischen 2,2 und 2,80 Metern, bei einer Breite von 48 bis 101 cm. Für ungeübte Sportler sollte das Surfbrett möglichst viel Volumen und damit Auftrieb haben, um besonders kippstabil zu sein.

Die Variationen der Brettformen sind seit den Anfängen um 1975 stark angestiegen – für fast jedes denkbare Einsatzgebiet wurden Bretter entwickelt. Bis Mitte der 1980er waren die Verdränger-Typen mit etwa 20 kg Gewicht und teilweise einem Kiel, ansonsten mit einem Schwert, verbreitet. Diese wurden schnell von kleinen, gleitfähigen Typen abgelöst, die nur noch etwa 7 kg Gewicht haben. Bei der Produktion haben auch hier leichte und sehr steife Materialien wie kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff („Carbon“, „Kohlefaser“) oder mit Aramidfasern „Kevlar“ verstärkter Kunststoff Einzug gehalten.

Fast alle Serienbretter werden heute in einem Werk der Firma Cobra in Thailand hergestellt, die übrigen häufig in Vietnam oder Tunesien.

Rigg/Segel

Der Mastfuß am Surfbrett ist über eine freibewegliche Verbindung – den Powerjoint – mit dem Rigg verbunden. Das Rigg besteht aus einem biegefähigen Mast (gegebenenfalls mit einer Mastverlängerung), einem Gabelbaum zum Festhalten und dem Segel. Während zunächst Mast und Gabelbaum noch recht umständlich nur durch Tampen verbunden waren, wurde zurückgehend auf eine Erfindung von Karl Robert Kranemann aus 1984 durch die Fa. Schütz Werke GmbH & Co. KG, Selters mit den Marken ART und Fanatic eine Schnellspannverbindung am Markt eingeführt. Kranemann erteilte weiterhin auch der Fa. Mistral eine Lizenz. Die Schnellspannverbindung hat sich im weiteren Verlauf durchgesetzt und ist heute Standard.

Der Mast besteht aus glasfaserverstärkten Kunststoffen und kann zur Gewichtsersparnis mit Carbon verstärkt sein. Die Kennzahl IMCS („Indexed Mast Check System“) des Mastes bezeichnet die Masthärte und -steifigkeit und muss auf die Vorgabe des Segelherstellers abgestimmt sein. Je niedriger der Wert ist, desto weicher ist der Mast. Je nach Segel werden meist Masten von 360 cm bis 580 cm Länge verwendet.

Neben dem SDM-Mast (Standard Diameter Mast) gibt es seit etwa 2000 deutlich dünnere Masten, die als RDM-Mast (Reduced Diameter Mast) bezeichnet werden. Die RDM-Masten zeichnen sich durch einen verkleinerten Radius bei erhöhter Wandstärke aus. Ein SDM-Mast hat am Mastfuß einen Innendurchmesser von 48.5 mm, beim RDM-Mast beträgt er 33 mm. Bei gleicher Steifigkeit erfordert der kleinere Durchmesser eine größere Wandstärke des Masts, wodurch er schwerer ist.

Beispiel:

  • RDM-Mast: 430 cm, 100 % Carbon, IMCS 21, Gewicht: 1850 g
  • SDM-Mast: 430 cm, 100 % Carbon, IMCS 21, Gewicht: 1480 g

Der Hauptvorteil eines RDM-Masts besteht in der besseren Anströmung des Segels. Viele Windsurfer schätzen auch das bessere „Flexverhalten“ bei Freestylemanövern.

Der Gabelbaum besteht aus Aluminium- oder Carbonholmen und dient zum Aufspannen des Segels und als Haltegriff für den Sportler. Die Länge des Gabelbaumes ist verstell- und arretierbar, um das Segel optimal abstimmen zu können.

Ein modernes Windsurfsegel besteht aus Monofilm (durchsichtige Polyester-Folie, Mylar) und Dacron (gewebtes Polyester), teils Mylar-beschichtet. Je nach Preisklasse des Segels werden besonders beanspruchte Teile mit Kevlar-Gewebe verstärkt. Für einen besseren Vortrieb und einen stabilen Druckpunkt verfügen sie über mehrere, teilweise durchgehende, Segellatten. Sehr leistungsfähige Segel haben Camber, mit denen sich die Segellatten am Mast abstützen. Dadurch wird die Druckpunkt- und Form-Stabilität nochmals erhöht; das Handling in Manövern verschlechtert sich jedoch. Die Segelfläche kann zwischen 1,5 m² (für Kinder) und 12,5 m² liegen und richtet sich nach dem Körpergewicht, dem Können und maßgeblich der Windstärke.

 

QUELLE: wikipedia