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Sicherheit 2018-04-26T15:59:55+00:00

Gefahrenpotenzial

Kiten birgt wie jede Wasser- und Flugsportart einige Risiken, die sich nicht vollständig reduzieren lassen. Unfälle sind häufig auf schlecht ausgebildete, auch leichtsinnige Kitesurfer sowie Mängel bei der Ausrüstung zurückzuführen. Insbesondere über Land und bei festen Hindernissen ist der Kitesurfer in Gefahr. Da Kitesurfen noch eine recht neue Sportart ist und viele junge Kitesurfer ihr Können überschätzen, gibt es regelmäßig Unfälle, nicht selten mit schweren Verletzungen.

Durch neuere Konstruktionen der Kites und ein zunehmendes Gefahrenbewusstsein wird Kiten sicherer. Ein Verletzungs-Risiko geht auch von den dünnen Leinen aus, welche unter hoher Zugspannung sehr „scharf“ sind. Das statistische Unfallrisiko beim Kitesurfen wird kontrovers diskutiert. Belastbare Belege für das tatsächliche Risiko gibt es bisher nicht. Studien, die sich mit Kitesurf-Unfällen auseinandersetzen, behandeln die Unfallursachen und deren mögliche Vermeidung, nicht jedoch die Unfallhäufigkeit.

Rasche Wetteränderung, insbesondere überraschend aufkommender Sturm stellt eine besondere Gefahr dar.

Sicherheitsmaßnahmen

Um Unfälle zu vermeiden und sich und andere zu schützen, sollten folgende Aspekte vorab abgeklärt werden. Insbesondere gilt dies für Anfänger:

Kitesurfrevier
  1. Das Revier sollte mindestens 3 Leinenlängen (etwa 90 m) nach Lee breit sein, dort sollte sich ein geeigneter Notausstiegsplatz befinden, der auch mit Rettungsfahrzeugen erreicht werden kann. Darüber hinaus empfiehlt es sich darauf zu achten, welche potentiellen Gefahren sich am Ufer befinden (Bäume, Hochspannungsmasten, etc.), welche Gefahren im Wasser auftauchen könnten (Strömungen, Riffe, Sandbänke usw.) und ob in Luv irgendwelche Hindernisse stehen, die Windverwirbelungen erzeugen können.
Wind & Wetter
  1. Je größer die Windstärke, desto größer sind die auf den Kiter wirkenden Kräfte. Das eigene Können sollte daher nicht überschätzt werden und bei großen Windstärken ein entsprechend kleinerer Schirm verwendet werden.
  1. Zum Kiten eignet sich am besten konstanter Wind parallel zum Ufer (Sideshore) und leicht auflandiger Wind (Side-onshore Wind) mit etwa 10–35 kn (18–50 km/h, 3–8 Bft). Bei auflandigem Wind besteht die Gefahr auf das Ufer gezogen zu werden. Ablandiger Wind eignet sich mit Abstand am wenigsten. Die Gefahr, zu weit ins Meer hinausgetrieben zu werden, ist hoch und der Wind ist in der Regel nicht laminar.
  1. Während eines Gewitters darf wegen der Blitzschlaggefahr nicht gesurft werden.
Material
  1. Das gesamte Material sollte vor jedem Start auf Schäden und Abnutzungserscheinungen geprüft werden, so ist insbesondere beim Kite der korrekte Aufbau zu überprüfen.
  1. Es sollte immer ein funktionierendes Notauslösesystem an der Bar (Quickrelease) und eine Safetyleash vorhanden sein.
  1. Am besten immer nur mit Helm und Prallschutzweste, insbesondere bei Verwendung einer Board-Leash, kiten.
Verhalten
  1. Das Board und der Kite sollten an Land immer gut gesichert sein (am besten mit Sand oder -säcken, da diese einen Abrieb des mit Silikon gegen UV-Strahlung beschichteten Kites verhindern) und nie unbeobachtet bleiben.
  1. Das Starten und Landen sollte immer mit einem eingewiesenen Helfer erfolgen, da dieser bei einem Unfall während dieser beiden Phasen nach deutschem Recht mithaftet!
  1. Das Ausweichen und Notsituationen wie das Trennen vom Schirm sollten gut trainiert sein.
  1. Nie über Personen starten, springen oder fahren, die sich im Flug- und Leinenradius des Kites befinden.
  1. Jeder Sportler sollte nur soweit hinausfahren, wie er schwimmen kann, und nie allein kiten, damit im Notfall Hilfe geholt werden kann.

Regeln

Der Schifffahrtsverkehr wird durch internationale, zum Teil auch durch nationale, Vorschriften geregelt, als „Verkehrsteilnehmer“ gelten diese daher auch für Kitesurfer. Auf der Hohen See und auf den mit dieser verbundenen Gewässern gelten die internationalen Kollisionsverhütungsregeln. Zudem können in den jeweiligen Hoheitsgewässern weitere und/oder von den Kollisionsverhütungsregeln abweichende Vorschriften gelten, die dann Vorrang haben. Auf innerstaatlichen Flüssen, Kanälen und sonstigen befahrenen Gewässern wie großen Seen gilt die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung.

 

QUELLE: wikipedia